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Schreibmaschinen aus der Schweiz

Einige Modelle von Weltruhm, andere rar und gesucht

Während "Hermes" Schreibmaschinen Weltruf hatten und auch heute noch recht leicht gebraucht zu finden sind, sind andere Schreibmaschinen aus der Schweiz oft nur in Fachkreisen bekannt und äusserst rar. "Swissa" Schreibmaschinen sind noch so manchem ein Begriff, aber schon die "Patria" ist nicht so häufig, ganz so wie die "Calanda".

Diese Seite soll einen Überblick über die gewesene Schreibmaschinenproduktion in der Schweiz geben, also Eckdaten zu allen Marken und Modellen. Ich bin dabei auf Ihre Mithilfe angewiesen. Ergänzungen und/ oder Korrekturen werden gerne vorgenommen (e-mail).

Die Überschrift "Schreibmaschinen aus der Schweiz" ist bewusst gewählt, es handelt sich um eine weite Definition um umfasst direkt in der Schweiz hergestellte, aber auch andere Maschinen mit Schweizbezug, z.B. die Express, die nur unter Schweizer Namen verkauft wurde, in Wirklichkeit aber in den U.S.A. hergestellt worden war. Erwähnt werden auch Erfinder mit Schweizer Wurzeln, so Otto Petermann, der massgeblich zum Erfolg der Vorläufermaschine der Klapp-Corona beigetragen hat.

Der Liste von in der Schweiz gefertigten Schreibmaschinenmodellen folgen nähere Informationen, soweit vorhanden, zu Modellen und Herstellerfirmen, abschließend ist eine Karte der Produktionsorte von Schweizer Schreibmaschinen zu sehen, sowie ein Zusatz zu Schweizer Farbbanddosen.

Sie sind herzlich einladen, mir Photos und Informationen noch nicht erfasster bzw. nicht abgebildeter Maschinen zu schicken.

 

Inhalt

I. Liste Schweizer Schreibmaschinen

II. Modelle, Erfinder und Hersteller

III. Karte der Produktionsorte

IV. Zusatz: Farbbanddosen aus Schweizer Produktion

I. Liste Schweizer Schreibmaschinen

- Eggis (Vélographe) (1886) 2 37und Commerciale (1889)37

- Saturn (1897)1 (1898)19 (1899)3 18 20

- Constançon (1906) und Constançon (1919) 2 1910 37

- Darling (The New America)(1911)(47)

- Sphinx (1913)1 37

- Express (ca. 1917)(43)

- Labor (ca. 1918)(44)

- Hermes Mod. 1 (1922)2 (1920) 37

- Hermes Standard 2 (1922)(51) (1923)31 37

- Hermes Standard 3 (1927)31 37

- Eintastermaschine von Pellaton (1932) 37

- Hermes 2000 (1932)37 (1933)31 40

- Hermes Standard 4 (1934)37

- RUF

- Hermes Baby (1935)2

- Patria (1936)2

- Hermes Media 2 (1936)31

- Étoile (1935)

- Hermes Standard 5 (1937)31

- Calanda (1942) 2 37

- Hermes Standard 6 (1943)31 (1950)2

- Patria (nach 1945; Modell nach Design Max Bill)

- Hermes H7 Ambassador (1948)31

- Swissa Piccola (1950)2

- Swissa Junior (?)

- Swissa Jeunesse (?)

- Swissa Junior 4 (?)

- Hermes Standard 8 (1953)31

- Hermes Baby (1954) (2. Form)

- Hermes 3000 (1958)31

- Hermes Media 3 (1958)31

- Hermes Ambassador Electric (1959)2

- Hermes Standard 9 (1963)31

- Hermes Compact 10 (1968) 31

- Hermes 101

- Hermes 700 EL / Varia 700 EL (1973 - 80er Jahre)(38). Baugleich mit Japy SE 760, Precisa 700 Ruf, Ruf EL 700 (38)

- Hermes 705 / L / EL (1973 - 80er Jahre)(38)

- ibico 55 / 44 / 33 (1975)(2): ein Produkt der Ibico AG, Zürich (2)

- Supertyper MCT II (1975)2

- Supertyper FD 85 (1975)2

- Hermes Modell 808 / 808 C (1976)2 (38): erste und einzige Hermes mit Kugelkopf (38)

- Hermes 44 (1977)(38)

- Hermes 605 (1977)(38)

- Hermes 799 (1977/78)(38). Baugleich zu Olympia SGE 65 (38)

- Hermes top-tronic 42

- Hermes top-tronic 51 (42)

 

Farbbanddose Schweizerland
ribbon tin / Farbbanddose

 

 

II. Modelle, Erfinder & Hersteller

EGGIS VELOGRAPH / VÉLOGRAPHE (1886) / COMMERCIALE (1889)

Konstrukteur Adolphe Prosper d'Eggis (1855 - 1941)
Hersteller Rymtowtt-Prince & Cie., Genf
Typ Zeigerschreibmaschine

Der 18862 37 erfundene Velograph (frz. Schreibweise "Vélographe") ist die "erste in der Schweiz ersonnene und dort hergestellte und verkaufte Schreibmaschine nach dem Zeigersystem"(37, p. 92). "Zeichenfeld ist eine Kreisscheibe, unter der sich der kreisförmige Typenträger befindet. Abdruck erfolgt durch Einrasten des Schieberknopfes mit anschließendem Niederdrücken."(2, S.87). 1887 erschien ein verbessertes Modell (37, p. 93; sehen Sie ein Photo dieses Velographen im Virtual Typewriter Museum). 1889 wurde ein weiteres Modell in der Schweiz geschützt, das vom Konstrukteur Commerciale genannt wurde (37, p. 93). Der Velograph wurde 1889 auf der Pariser Weltausstellung gezeigt (37, p. 93).

Eggis vélographe  
Quelle: E. Martin (37), S. 92  

Erfunden wurde sie von Adolphe Prosper d'Eggis (1855 - 1941) aus Freiburg / Fribourg, Schweiz. Vielseitig begabt, erfand Eggis auch den Photoapparat "Bijou" (1876), die Rechenmaschine "Automultiplicateur" (1886-92) und eine Maschine zur automatischen Entwertung von Briefmarken für die Berner Postverwaltung (1895). Er war aktiv im Musik- und Bankensektor (u.a. war er Gründer des Freiburger Musikkonservatoriums). 1905 verlieh ihm Papst Pius X den erblichen Grafentitel.8

Der Velograph wurde ab 1887 von Rymtowtt-Prince & Cie. in Genf hergestellt.3 Czeslaw Victor Rymtowtt-Prince (andere Schreibweise: "Rymtowt") wohnhaft 6, Boulevard de Plainpalais in Genf,(27) erfand unter anderem eine automatische Papierzufuhr für Papierpressen (1899)25 26 und eine militärische Chiffriermaschine (1890).28

 

SATURN (1897) (1) 1898 (19) (1899) (3, 18 u. 20)

Erfinder E. Stauder (50) / Fritz Mayer (48)
Hersteller Feinmaschinenwerk E. Stauder, Meilen
Typ "originelle Kreuzung zwischen einer Tasten- und einer Zeigerschreibmaschine mit Unteranschlag" (48)

Die "Saturn" wurde vom Feinmaschinenwerk E. Stauder in Meilen (Zürich), Schweiz, hergestellt.18 Als Konstrukteur wird öfter "Fr. Meyer-Teuber, Zürich" genannt. Dies geht auf den Eintrag in Ernst Martins Standardbuch "Die Schreibmaschine" zurück. (37) A. Witzemann hat inzwischen überzeugend dargelegt, dass nicht Fr. Meyer-Teuber, sondern Fritz Mayer aus Zürich der Erfinder war. (48) Auf seinen Namen lautet die Schweizer Patentschrift vom 7. Mai 1898. (49) Allerdings gibt es auch das Deutsche Reichspatent Nr. 101149, ausgegeben am 16. Januar 1899, aber mit Patentierung ab 28. November 1897, auf "E. Stauder in Zürich". (50)

Die beiden Patente sind sehr ähnlich. Laut A. Witzemann unterscheiden sie sich aber "in einem wesentlichen Detail". "Im Gegensatz zur Saturn mit neun Tasten hat Stauder acht Tasten vorgesehen, also nur 64 statt 72 möglicher Zeichen." (48) A. Witzemann spricht von einer "abgerüsteten Option", die "Fritz Mayer in seinem Schweizer Patent als Option vorgesehen" habe. (48) Aber kann es nicht sein, dass der Entwurf von Mayer eine Weiterentwicklung des Entwurfs von Stauder ist? Die Chronologie der Patente legt dies nahe.

Saturn
Saturn, © Schreibmaschinenmuseum Stefan u. Mägi Beck

In Produktion gegangen ist schliesslich die Variante von Fritz Mayer, wie die bekannten Exemplare bezeugen. Es gibt verschiedene Angaben zum ersten Produktionsjahr dieser nur kurze Zeit hergestellten, und dementsprechend seltenen Maschinen. A. Witzemann schliesst auf "erst nach 1900" als Produktionsbeginn. (48)

patent saturn
Patent CH16823
stauder
Patent DE101149

Für Photos und nähere Beschreibung besuchen Sie bitte das Virtual Typewriter Museum und Beck's Schreib- und Büromaschinenmuseum.

 

CONSTANCON (1906) und CONSTANCON (1919)

Erfinder Charles Maurice Constançon (1868 - 1944) u. Jacques Auguste Aubert (1852 - ?)
Hersteller Fabrique d'instruments de précision S.A., Lausanne
Typ Blindenschreibmaschine

 

Constançon Blindenschreibmaschine
Abb. aus (2)

Die Constançon ist eine 19062 (1910 nach Ernst Martin 37, p. 355) von Charles Maurice Constançon (1868 - 1944)9, Pfarrer und Direktor des Lausanner Blinden-Asyls, entwickelte Blindenschreibmaschine. Sie wurde von der Fabrique d'instruments de précision S.A. in Lausanne hergestellt. (2 , S.240f.) In der englischen Patentschrift aus 1908 wird auch ein Jean Jacques Auguste Aubert als Erfinder genannt.30 Es könnte sich hier um den Schweizer Uhrmacher Jean Jacques Auguste Aubert, geb. am 8.7.1852 in Lausanne, handeln.29

 

 

 

 

 

Patent   Constançon (GB 1908)
GB patent 10099 (1908) (click to enlarge)

Patent Constancon Aubert 1908

aus der Patentschrift 1908 (GB 10099)

Constancon 1919
Constançon 1919. Quelle: Association du Petit Musée du Braille

1919 enttwickelte Constançon eine in einem Metallkoffer eingeschlossene neue Version der Maschine: "Le bloc, constitué par le pointeur et les touches, se déplace sur une crémaillère, le papier restant fixe, sur un cylindre en bois. Les touches sont métalliques, rondes, disposées en ligne. La barre d'espacement se situe entre les touches 2 et 3." 9

 

DARLING (THE NEW AMERICA) (1911)

Erfinder Gertsch & Cie.
Hersteller  
Typ Zeigerschreibmaschine

Lange Zeit war nicht bekannt, dass die "Darling" ein Schweizer Produkt ist. Dies mag auch daher rühren, dass im Buch von Ernst Martin, Die Schreibmaschine, eine "primitive Kinderschreibmaschine" dieses Namens erwähnt wird, die jedoch eine andere Maschine ist. (37, @255) Die von Martin erwähnte Maschine ist eine von der Firma Sullivan & Cie. in Berlin produzierte Taschenschreibmaschine. Sie konnte mit einer Klemme am Tisch befestigt werden. In Europa wurde sie als "Trebla" verkauft, in den Vereinigten Staaten von der Firma Intersoll unter dem Namen "The Darling". (45, @100).

Die "Schweizer" Darling nun ist eine im Jahr 1911 von der Firma Gertsch & Cie. in Fleurier patentierte Maschine (Patent # 52782). (45) Es ist eine kleine Index-Maschine. Weltweit sind davon nur wenige Stück bekannt. Der Vertrieb lief über Rymtowtt-Prince Cie. in Genf. (52) In Amerika wurde diese Maschine wiederum von der Firma Ingersoll vertrieben. Wahrscheinlich da dieser schon eine "Darling" im Programm hatte, vertrieb er die Schweizer Erfindung unter dem Namen "The New America". Davon soll es überhaupt nur ein bekanntes Exemplar geben. (45)

Ein Exemplar können Sie im Schreibmaschinenmuseum Beck in Pfäffikon sehen.

Darling
Darling, © Schreibmaschinenmuseum Stefan u. Mägi Beck
gertsch
Patent CH52728 für die Darling

 

SPHINX (1913)(37, p. 271)

Erfinder Samuel Gertsch, Fleurier
Hersteller S.A. Sphinx, Fleurier
Typ Vierreihige Vorderanschlagschreibmaschine

Vierreihige Vorderanschlagschreibmaschine mit 42 Schreibtasten und 2 Umschaltern mit Umschaltefeststeller. Die Sphinx kam 1913 auf den Markt. "Die Fabrikation wurde zu Beginn des ersten Weltkrieges stillgelegt. Ende 1918 erfolgte indessen eine Kapitalerhöhung von 100 000 auf 200 000 Frs., man hörte dann aber nichts mehr von der Sache. Es dürften nur wenige Maschinen hergestellt worden sein." (37, p. 271)

Sphinx Sphinx Baggenstos
source: E. Martin, p. 371 (click to enlarge) source: A. Baggenstos, p. 84 (41) (click to enlarge)

 

EXPRESS (ca. 1917)

Nach Ernst Martin (37, @264) war die Express eine in der Schweiz unter diesem Namen verkaufte National Mod. 2. Dieses wurde ab 1917 hergestellt. Nachgewiesen ist die "Express" in untenstehender Zeitungsannonce aus 1923. Dort ist die "Schweiz. Lampen - und Metallwarenfabrik Zürich" als Fabrikant genannt.

Nebenstehende Maschine aus meiner Sammlung ist als "SWISS LAMPS & HARDWAREWORKS ZÜRICH" beschriftet.

Express Schreibmaschine 1923 express
in: Neue Zürcher Zeitung, März 1923 Express

LABOR (ca. 1918)

P. Campiche erwähnt in seiner Erzählung der frühen Schreibmaschinengeschichte der Schweiz eine "Labor" Schreibmaschine, mit Jahreszahl 1918. (44) Unten sehen Sie ein freundlicherweise von P. Weil zur Verfügung gestelltes Reklame-Poster aus dem Jahr 1919. Auf diesem fordert ein Heer von im Stil der Belle Epoque gekleideten jungen Frauen, von denen aus dem Kontext klar ist, dass sie Sekretärinnen ("dactylos") sind, energisch den Ankauf von "LABOR" Schreibmaschinen. Anscheinend hatten sie damit aber keinen Erfolg, die Maschine bleibt eine Fussnote in der Schreibmaschinengeschichte.

labor typewriter
Jules Courvoisier, "Grève des Dactylos", Affiches Sonor, S.A., Genève 1919. With kind permission from P. Weil

 

HERMES No. 1 (1920)

Hermès No. 1

Hermès No. 1. source: ACV PP 680 / 10.

Die Firma Paillard in Sainte-Croix hatte schon seit vor dem Ersten Weltkrieg an der Entwicklung einer Schreibmaschine gearbeitet. Von der Hermes 1 wurden nur Prototypen hergestellt, d.h., die Maschine gelangte nie in den Verkauf.

mehr zur Entstehungsgeschichte der Hermes Schreibmaschine

HERMES No. 2 (1923)

 Hermes No. 2

Hermes Standard 2, # 1142 (1923). Sammlung Alfred R. Wepf 2012.

Die Hermes No. 2 wiederum war das erste Modell, das auch in den Handel gelangte.

mehr zur Hermes 2

RUF

Die Schweizer Firma Ruf verwendete umgerüstete Hermes Schreibmaschinen für seine Buchhaltungsmaschinen nach dem System Ruf. Dies betrifft sowohl die grossen Büromaschinen (siehe eine umgerüstete Hermes 3 bei typewriter.be, eine Hermes 4 bei A. Betzwieser), als auch die kleinere Hermes 2000.

Ruf typewriter
Ruf portable typewriter, serial number 385764 (1942)

 

- Ruf "3" Schreibmaschine auf typewriter.be

- Ruf "4" Schreibmaschine bei A. Betzwieser

PELLATON (1932)(37, p. 367)

Erfinder Georges Pellaton, Genf / Genève
Hersteller kam anscheinend nicht zur Fabrikation
Typ elektrische Typenradmaschine ohne Tasten
Pellaton
source: E. Martin, p. 367

E. Martin berichtet: "Der Uhrmacher Gg. Pellaton in Genf hat 1932 [...] eine kleine elektrisch angetriebene Typenradmaschine ohne Tasten gebaut. Das Berühren des Schriftzeichens mit dem Schreibstift gnügt, um einen Buchstabenabdruck auf der Walze hervorzurufen. Wagenrückführung und Zeileneinstellung erfolgen ebenfalls durch Elektrizität. Die Maschine kam anscheinend nicht zur Fabrikation. [...] Derartige Eintastermaschinen halten den Wettbewerb mit Tastenschreibmaschinen auch elektrifiziert nicht aus." (37, p. 367) Auch die Zeitschrift "Modern Mechanix" berichtet in ihrer Ausgabe vom Juli 1932 von "Georges Pallaton (sic!), Swiss inventor", und erwähnt, dass sein "electric typewriter" aus nur 20 Teilen zusammengesetzt ist, im Gegensatz zu den ca. 2000 Teilen einer damals marktüblichen Schreibmaschine. (39) Die Energiezufuhr erfolgte angeblich entweder über Kabel oder eine kleine eingebaute Batterie. (39)

Georges Pellaton liess in recht knappem Zeitabstand zwei Patente für eine "machine à écrire électrique" eintragen: das erste am 27. Februar 1932, das andere am 19. März 1932. Sie wurden am 31. März bzw. 30. April 1933 eingetragen. (53)

 

 

 

 

Pellaton
Patent CH160771 für Georges Pellaton

 

HERMES 2000 (1932)

Hermes 2000

Hermes 2000, n° 37568 (1937)

Die Hermes 2000 kam 1932 auf den Markt. (37) Sie war die erste Kleinschreibmaschine aus dem Haus Paillard und begründete die erfolgreiche Exportgeschichte der Firma. Über fast drei Jahrzehnte wurde sie in verschiedenen Formen angefertigt, bis sie 1958 von der neuen Hermes 3000 abgelöst wurde. Die Herstellung lief um 1960 aus.

mehr zur Hermes 2000

ÉTOILE

Die "Etoile" wurde von der Schweizer Firma Paillard, Hersteller der bekannten "Hermes" Schreibmaschinen, für die französische Firma Japy hergestellt. Sie gleicht mit kleinen Abänderungen der frühen Hermes 2000.

Etoile

Étoile n° 51428, courtesy MC Elster collection, www.plustype.de

mehr zur Etoile

HERMES BABY (1935)

Erfinder Giuseppe Prezioso
Hersteller Paillard S.A.
Typ Kleinschreibmaschine / portable
Produktionszeit 1935 -

Hermes Baby

"Hermes" kann wohl als die einzige wirkliche Schreibmaschinenweltmarke Schweizer Produktion gelten.21 Das Werk der Hersteller Paillard S.A. befand sich in Yverdon. Die "Hermes Baby" nimmt in dieser Erfolgsgeschichte einen zentralen Platz ein: 1935 auf den Markt gekommen, wurde sie ein Verkaufsschlager und erschien bis mindestens 197322 mit unterschiedlichen "Karrosserien".21

Mir sind vier Varianten bekannt, wovon Sie drei untenstehend sehen. Ein viertes Design, und zum Vergleich, finden Sie auf Will Davis' Seite.

 

 

3 Hermes Baby
Three Hermes Baby models (from left to right):
- serial 155474 (1938) - serial 299715 (1943) - serial 5827686 (1960/61) (click to see full picture)

 

Patent DE706837C Hermes Baby

Patentschrift aus 1934 und Hermes Baby aus 1938

mehr zur Hermes Baby

Von PATRIA zu SWISSA

PATRIA (1936)

Erfinder Otto Haas / Neudesign Max Bill
Hersteller A.G. für Schreibmaschinen-Fabrikation (1936 - 1943), Pieterlen (BE) u. Zürich; August Birchmeiers Söhne (nach 1945 - ca. 1980), Murgenthal (AG)
Typ  
Produktionszeit  

"Patria" Schreibmaschinen wurden ab 1936 von der A.G. für Schreibmaschinen-Fabrikation, Pieterlen10 34 bzw. der Patria Schreibmaschinen A.G.12 , auf französisch "Société des machines à écrire Patria"32 hergestellt. Fabrikationsort war zuerst Pieterlen im Kanton Bern (auf frz.-sprachigen Exemplaren findet man den Aufdruck "Perles", frz. für Pieterlen), dann Zürich31 ("Patria Schreibmaschinen Gesellschaft Zürich" (Photo auf ricardo.ch, 12.5.2010) bwz. "Societé des machines à écrire Patria, Zurich" (Photo auf Ph. Campiche)).

Patria Schreibmaschine
Patria typewriter, A.G. für Schreibmaschinen-Fabrikation, Pieterlen/ Perles, Switzerland

Konstrukteur des ersten Modells war der deutsche Ingenieur Otto Haas (2, S.165). Biographisch ist über ihn nicht viel bekannt (ich bin für Informationen dankbar). Er war deutscher Staatsbürger. (2, S.165, 35) Als Adresse wird in einigen Patentschriften "Teufenthal bei Aarau" genannt.33 Teufenthal liegt ca. 10 km von Aarau, Hauptstadt des Kantons Aargau, entfernt. In anderen Patenten zur gleichen Maschine wird er als wohnhaft in der Rheinstrasse 15, Wiesbaden, Deutschland geführt.35

Fast wäre die Schreibmaschine aber von einer anderen Firma gebaut worden. Robert W. Kurzmann liefert hiezu eine interessante Anekdote: "Die 'Archo-Schreibmaschinen Co., Winterling & Pfahl, Frankfurt/M' hatten 1920 eine hochmoderne Stoßstangenschreibmaschine, namens 'ARCHO', vorgestellt, die den Wettbewerb mit den Standardmaschinen gut bestand. Der Konstrukteur und Erbauer Karl Winterling bereitete aber den Bau einer Schwinghebelmaschine vor, die auf der Grundlage eines von Ing. Otto Haas stammenden Entwurfes in Angriff genommen werden sollte. Das Vorhaben zerschlug sich, und Haas konnte nach Überwindung von mancherlei Schwierigkeiten 1936 seinen Entwurf bei der 'Patria Schreibmaschinen AG, Pieterlen/Schweiz' unterbringen, die diese interessante Kleinschreibmaschine in Fertigung nahm." (2, S.165).

Auch der Firma Paillard, am Schreibmaschinenmarkt berühmt geworden als Hersteller der "Hermes Baby" und "Hermes 3000", scheint Haas seinen Entwurf angetragen zu haben: laut einem auf swissinfo.ch publizierten Artikel gibt es die These, dass dieses von Haas ca. 1934 an Paillard geschickte Modell von Paillard, obwohl Haas gegenüber abgelehnt, als Grundlage für die im Folgejahr 1935 neu eingeführte "Hermes Baby" gedient habe.14

Patent Haas
Patent for Otto Haas (click image to see more)

Patentieren ließ Otto Haas seine Maschine erstmals in Deutschland am 9.3.1933.35 Im März 1934 erfolgte die Einreichung des Patents in mehreren anderen europäischen Ländern und den USA.36 "Die Maschine war nur 87 mm hoch, 280 mm tief und wog 4,340 kg. Sie war eine Vorderlaufschlagmaschine mit vierreihiger Tastatur und mit einfacher Umschaltung. Sie ist als erste Aktentaschenschreibmaschine zu registrieren." (2, S.165)

Ab 1943 besorgte die Herstellung dieser Maschine die Fa. Aug. Birchmeiers Söhne, Murgenthal, Kanton Aargau, Schweiz. (2, S.165)11 Nach Philippe Campiche wurden die Patria erst ab 1945 in Murgenthal fabriziert.31 1944 schuf der Schweizer Architekt Max Bill ein neues Design für die "Patria" (s. unseren Artikel hier). Dieses sollte richtungsweisend sein. Mechanisch ist die Maschine wohl ident mit dem ersten Patria Design.

Max Bill design Patria 1944
"Patria" Schreibmaschine, Design: Max Bill (1944). Quelle: 13, S.107

 

 

 

 

 

 

 

mehr zur Patria

SWISSA piccola (1950)

Erfinder (Fortsetzung Patria) Otto Haas / Neudesign Max Bill
Hersteller August Birchmeiers Söhne, Murgenthal (AG)
Typ  
Produktionszeit 1950 -

 

Birchmeier logo 3
Vignette "Schweizer Fabrikat / produit suisse" mit Armbrust aus der Innenseite des Koffers einer SWISSA piccola (1950er Jahre)(heute "Swiss Label" genannt).

Aug. Birchmeiers Söhne "setzte nach dem [2. Weltkrieg] die Fabrikation fort und brachte die Maschine 1950 unter der Bezeichnung 'SWISSA' heraus." (2, S.193). Die Kontinuität ist augenscheinlich: Die von Max Bill designte "Patria" ist bis auf den Schriftzug ident mit der "SWISSA".

Auch wurde das schon auf der "Patria" aufscheinende Armbrust- Logo, in diesem Fall eine glückliche Verbindung von "Heimat" und Instant-Konnotation mit dem Tell-Mythos, von Aug. Birchmeiers Söhnen weitergeführt. Es ist dies kein wirkliches Indiz für Kontinuität, da es sich bei dem Armbrust-Logo um ein seit den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts als Gütezeichen für in der Schweiz hergestellte Waren handelt.24 Heute wird es vom Verein SWISS LABEL, Gesellschaft zur Promotion von Schweizer Produkten und Dienstleistungen, verwaltet.23

 

 

Die "Patria" bzw. "SWISSA" wurde europaweit erfolgreich nachgebaut bzw. nachgeahmt. Sie hiezu den Artikel auf Will Davis' Webseite.

 

Logo SWISSA piccola
Aus der Bedienungsanleitung einer SWISSA piccola, 1950er Jahre. Quelle: Sammlung R. Pfeiffer.
Logo SWISSA piccola
Logo aus der Bedienungsanleitung einer SWISSA piccola, 1950er Jahre. Quelle: Sammlung R. Pfeiffer.

 

 

 

 

 

Aus der Firmengeschichte von August Birchmeiers Söhne17

Birchmeier logo 1

Die Firma wurde 1908 vom eponymen Gründer als "Stanzwerkzeugefabrik August Birchmeier" in Murgenthal, Kanton Aargau, gegründet (ab 1911 im Handelsregister). 1922 starb August Birchmeier, seine Witwe führte die Werkstatt weiter. 1935 übernahmen die Söhne den Betrieb: "August Birchmeiers Söhne" war geboren. Von 1931 bis 1936 erfolgte eine Vergrösserung des Betriebs. Die Möbelbeschläge- und -schlösser-Abteilung wurde vergrössert. "In den Nachkriegsjahren Beginn mit der Produktion einer Klein-Schreibmaschine." Es gibt "Pläne zum Ausbau. Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Baumaterial, ausserdem kann kein Land von der Gemeinde Murgenthal gekauft werden. Deshalb 1951/52 Einrichtung eines zweiten Betriebs in Wolfwil [Kanton Solothurn]." Obschon in verschiedenen Kantonen, liegt Wolfwil nur 5 Kilometer von Murgenthal enfernt (siehe Karte). 1963 wurde die Werkzeugmacherei in die neue Fabrik verlegt. "Um 1965 werden in Murgenthal die Schreibmaschine SWISSA hergestellt und in Wolfwil Möbelbeschläge und Stanzartikel und Metallwaren aller Art."

 

Birchmeier logo 2

Plakette von der Rückseite einer SWISSA piccola Schreibmaschine. Sehr interessant

die Dreisprachigkeit, vor allem das Englische: hier wird wohl schon der Export berücksichtigt.

Die Firma "August Birchmeier Söhne" (sic! Beim fehlenden "s" handelt es sich wohl um einen Schreibfehler) wurde mit 31.5.1995 aus dem Schweizer Handelsregister gestrichen.15 Als Randnotiz sei erwähnt, dass August Birchmeiers Söhne einen "Unterstützungs- und Hilfsfond" unterhielten.16 Dieser war folgend gewidmet: "Gewährung von Stipendien und Zuschüssen oder zinsloser Darlehen an strebsame und tüchtige Arbeitnehmer der Stifterin für Weiterausbildung, Studienaufenthalte und Teilnahme an Spezialkursen oder zur Finanzierung von Eigenheimen und Wohnsiedlungen oder zinsloser Vorschüsse bei Verehelichung." 16 1955 eingerichtet, wurde die Stiftung 2003 aufgehoben und mit 31.1.2005 gelöscht.16

 

Schreibmaschinenfabrik Aug. Birchmeiers Söhne

Aus der Bedienungsanleitung einer SWISSA piccola, 1950er Jahre. Sammlung R. Pfeiffer

typewriter factory Aug. Birchmeier's Sons, Murgenthal, Switzerland

Das Firmengebäude heute (courtesy of google street view):


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Wir konnten uns bei einem Lokalaugenschein im November 2009 vor Ort die ehemalige Schreibmaschinenfabrik ansehen. Einige Photos folgen.

Zum Hauptartikel über Swissa Schreibmaschinen

 

CALANDA (1942)

Erfinder Hermann Deutsch (38)
Hersteller Sport A.G., Biel / Sport S.A., Bienne
Typ Vierreihige kleine Büroschreibmaschine
Produktionszeit 1942 -
Schreibmaschine Calanda
Calanda, n° C-0118, ca. 1942 (38, p.73), first shape

Calanda Schreibmaschinen wurden seit 19425 37 von der Apparate-Fabrik Sport AG, Biel, Schweiz, hergestellt. "Es handelt sich um eine Vorderaufschlagmaschine mit vierreihiger Tastatur und mit einfacher Umschaltung. Rücktaste, automatischer Randsteller, Setzer und Löscher, Farbbandumsteller machten diese kleine Schreibmaschine zum gern gesehenen Gehilfen auch im privaten Bereich." (2 , S.166)

Laut M. Meier "[erweist sich das Produkt] wegen mangelhafter Qualität als Fehlentwicklung. Eine Serie mit kyrillischer Schrift für Russland wird teilweise gebaut." 6

 

 

 

Sport AG in Biel 1929
Gesamtansicht der Fabrik "Sport AG" in Biel (1929). Quelle: memreg.ch

"Die «Sport AG» wurde 1914 von Emil Baumgartner gegründet, einem Velohändler aus Biel, um eine von ihm eigenentwickelte Batterie seriell anzufertigen. Zu Beginn der 1920er Jahre begann Baumgartner mit der Produktion und dem Vertrieb von Fahrradlampen der Marke «Phoebus», die bald weltbekannt wurde. In der «Sport AG» wurden auch andere Fahrradteile angefertigt, sowie Motorradlampen und später Radioapparate der Marke «Biennophone». 4

Calanda typewriter
Calanda, later shape

 

 

 

Lesen Sie mehr zu Firmengeschichte der Sport AG hier.

Calanda auf typewriters.ch

Sehen Sie ein weiteres Bild einer "Calanda" hier.

Lesen Sie mehr über Calanda Schreibmaschinen auf Will Davis' Webseite.

HERMES STANDARD 6 (1943 - 1953)

Hermes 6 

Hermes Standard 6, # 602412 (1951)

 

SWISSA (1950)

s. unter Patria (1936).

HERMES 10 (1968) / HERMES 101

Hermes 10

Hermes 10, Serial number 2033636 (1971-1973), courtesy of GTHawk, on Flickr

Die Hermes 101 war die Luxusausführung der Hermes 10 und kostete 1974 1.320 DM. (38) Sehen Sie ein Exemplar im Finnischen Typewriter Museum.

HERMES 705

Die elektrische Schreibmaschine Hermes 705 gab es in zwei Basisvarianten: einmal ausgestattet mit Gewebeband und einmal als Modellvariante 705 L mit einer 300 m fassenden Carbonkassette. "Die Maschinen haben 33-cm-Schreibwalzen, zahlreiche Dauerfunktionstasten und eine separate Halbschritttaste. Besonders gelungen ist eine Lösung, die man für das Einlegen und Auswerfen des Carbonbandes fand." (54)

III. Karte der Produktionsorte von Schweizer Schreibmaschinen

Somit ergibt sich, daß an folgenden Standorten in der Schweiz Schreibmaschinen produziert wurden: Biel/Bienne (Calanda), Fleurier (Darling Sphinx), Genf (Vélographe), Lausanne (Constançon), Meilen (Saturn), Murgenthal (Patria, Swissa), Pieterlen (BE, Patria), Sainte-Croix (Hermes), Yverdon (Hermes), Zürich (Patria).

 


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IV. Schweizer Farbbanddosen

Entweder in der Schweiz, oder für Schweizer Händler produziert. Klicken Sie auf das Bild.

swiss typewriter ribbon tins

 

Quellen:

(1) Richard Polt, The Classic Typewriter Page presents Ten Most Wanted Typewriters, http://site.xavier.edu/POLT/TYPEWRITERS/tw-10mw.html (accessed 5.11.2009)

(2) Robert W. Kunzmann, Hundert Jahre Schreibmaschinen im Büro. Geschichte des maschinellen Schreibens, Merkur Verlag Rinteln, 1979 (ISBN 3-8120-0373-2)

(3) Philippe Campiche, Histoire de la machine à écrire. Origines à nos jours. Chronologie des inventions, http://www.collection-machineaecrire-campiche-hermes.ch/historique.htm (accessed 5.11.2009)

(4) mémoire régionale regionales gedächtnis. Internetportal für historische Dokumente aus der Region Biel, Seeland und Berner Jura, http://www.memreg.ch/show.cfm?show=image&id=7277 (visited 7.11.2009)

(5) Jahreszahl nach Robert Kunzmann (2) und Will Davis/ Tilman Elster (7). Markus Meier (6) gibt den Start mit 1946 an.

(6) Markus Meier, Sammlung alter Biennophone - Radios, http://www.biennophone.ch/biennophone.htm (visited 7.11.2009)

(7) Will Davis, Tilman Elster, CALANDA, http://www.geocities.com/wbd641/Calanda.html (visited 7.11.2009)

(8) "Adolphe Prosper, 1er comte d'EGGIS, de Fribourg, o Frg 26.11.1855, y + 08.02.1941, élève au collège Saint-michel, joueur de triangle puis de flûte et piccolo dans la musique militaire de Fribourg (1867), inventeur d'un appareil photographique "Bijou" avec palaques tournantes et obturateur instantané (1876), fondateur de la revue "Le Monde de la Science et de l'Industrie" (1879), inventeur de la machine à écrire "velographe" (vers 1880) et de la machine à calculer "Automultiplicateur" (1886-92), fondateur de la revue "Science pratique" (1886), inventeur d'une machine automatique de timbre oblitérateur pour l'administrations des Postes à Berne (1895), fondateur du Conservatoire de musique de Fribourg (1904), président de la Société économique et d'utilité publique, membre du comiét de la Société Suisse d'Héraldique, chef de service à la la Banque cantonale puis de la Banque Eggis, comte romain héréditaire (par bref de S.S. le Pape Pie X en 1905) ; (Cf. Nouvelles etrennes Fribourgeoises, 1942, pp. 184-192.)" Site généalogique et héraldique du Canton de Fribourg, http://www.diesbach.com/sghcf/e/eggis.html (visited 7.11.2009)

(9) Constançon 1919, Association du Petit Musée du Braille, http://petitmuseedubraille.free.fr/_machines-braille/_m08.php (visited 7.11.2009)

(10) Aufdruck der Geschäftsdaten auf unserem Exemplar der Patria von 1936.

(11) Will Davis meint, dass der Firmenbesitz erst in den 1950er Jahren wechselte: "In the early 1950's, the Swiss firm making these machines changed hands and became Aug. Birchmeier & Son.  The name was changed to SWISSA." Will Davis, European typewriters: Patria / Japy / Oliver and others, http://www.geocities.com/wbd641/EuropePatriaFamily.html (accessed 28.10.2009). Es scheint nach Lesen der Quellen aber so zu sein, dass der Firmenbesitz schon 1943 von der Patria Schreibmaschinen AG auf Aug. Birchmeiers Söhne wechselte, der Namenswechsel von "Patria" zu "SWISSA" aber erst 1950 erfolgte.

(12) Schreibmaschinen Seriennummern Datenbank / the typewriter data base, http://www.tw-db.com/indexde.htm (visited 7.11.2009)

(13) Arthur Rüegg, produktdesign, in: Thomas Buchsteiner, Otto Letze (edit.), max bill, maler, bildhauer, architekt, designer, Hatje Cantz Verlag, 2005, S. 102-104. (footnotes omitted)

(14) Hermes Baby: Das Lieblingskind der Autoren, swissinfo, Neue Zürcher Zeitung, Annemarie Straumann, 2. November 2005 - 08:20, http://www.swissinfo.ch/ger/kultur/Hermes_Baby_Das_Lieblingskind_der_Autoren.html?siteSect=231&sid=6171190&cKey=

1130915788000&ty=st&rs=yes

(visited 7.11.2009)

(15) August Birchmeier Söhne in Liquidation, HR Monitor. Handelsregister und SHHB Monitor, http://www.hr-monitor.ch/f/Les_Fils_d%27August_Birchmeier_SA__12196863.html (visited 7.2009)

(16) Handelsregister des Kantons Aargau. Internet Auszug, http://ag.powernet.ch/webservices/inet/HRG/HRG.asmx/getHRGHTML?chnr=

4007908043&amt=400&toBeModified=0&validOnly=0&lang=1&sort=0 (visited 8.11.2009)

(17) Industriekultur, Laufnummer 627, Verband Aargauer Museen und Sammlungen (VAMUS), http://www.vamus.ch/Industriekultur/firma_detail.cfm?search=ort%3D%27Murgenthal%27&start=12 (visited 8.11.2009)

(18) The Virtual Typewriter Museum, Collection, http://www.typewritermuseum.org/collection/brands/index.php3?machine=saturn&cat=is (visited 10.11.2009)

(19) Beck's Schreib- und Büromaschinenmuseum in Pfäffikon ZH, Schweiz, http://www.curta.ch/index.php?mainPage=collection&subPage=saturn&language=german (visited 10.11.2009)

(20) Virtuelles Schreibmaschinenmuseum, http://www.freie-akademie.de/Ausstellungen/schreib/index.htm (visited 10.11.2009)

(21) Will Davis, European Typewriters / Switzerland - Hermes, http://www.geocities.com/wbd641/EuropeHermes.html

(visited 11.11.2009)

(22) the typewriter database, http://www.tw-db.com/ (visited 11.11.2009) gibt die letzten Seriennummern für das Jahr 1973 an. Kunzmann 1979, p.188, sagt hingegen, daß die Hermes Baby auch zum Zeitpunkt des Schreibens des Buches (erschienen 1979) gefertigt wurde. P. Campiche gibt das Endjahr der Produktion mit 1966 an (http://www.collection-machineaecrire-campiche-hermes.ch/collec.htm, visited 1.12.2009).

(23) Swiss Label, http://www.swisslabel.ch (visited 12.11.2009)

(24) Wilhelm Tell. Ein vielsagendes Zeichen der Zeit, swissinfo, Dale Bechtel, http://www.swissinfo.ch/ger/specials/tell/heute/Ein_vielsagendes_Zeichen_der_Zeit.html

?siteSect=2301&sid=5059056&cKey=1090843397000&ty=st (visited 12.11.2009)

(25) Mt. Sterling Advocate, Tuesday, May 29, 1900, http://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn86069675/1900-05-29/ed-1/seq-8/;words=Rymtowtt (visited 12.11.2009)

(26) United States Patent US632948 vom 12.9.1899, einzusehen auf Google patents, http://www.google.com/patents?id=mcR1AAAAEBAJ&zoom=4&pg=PA3#v=onepage&q=&f=false (visited 12.11.2009)

(27) Großbritannisches Patent N°10813, 1898. Zu finden auf der Webseite des Europäischen Patentamts, http://www.espacenet.com.

(28) Schweizer Patent N°2078 vom 29.4.1890. S. die Webseite des Europäischen Patentamts, http://www.espacenet.com.

(29) Genealogie auf: http://www.unige.ch/biblio/ses/jla/aub/d0002/g0000017.html (visited 17.11.2009)

(30) Großbritannisches Patent N°10099, 1908. S. die Webseite des Europäischen Patentamts, http://www.espacenet.com.

(31) Philippe Campiche, Ma collection, http://www.collection-machineaecrire-campiche-hermes.ch/collec.htm (visited 26.11.2009)

(32) Schriftzug zu lesen auf der Abbildung einer Patria auf: Philippe Campiche, Ma collection, http://www.collection-machineaecrire-campiche-hermes.ch/collec.htm (visited 26.11.2009)

(33) Z.B. die finnische Patentschrift vom 9.11.1934, Patent N° 17829, FI7829A.

(34) Finnische Patentschrift vom 9.11.1934, Patent N° 17829, FI7829A.

(35) Z.B. GB439485 vom 9.12.1935.

(36) Im Detail: Niederlande (eingereicht 1.3.1934 um 15 Uhr, Veröffentlichung 15.8.1936, dagteekening 16.12.1936, Ausgabe 15.1.1937; an O. Haas aus Wiesbaden), Österreich (Anmeldung 2.3.1934, Beginn der Patentdauer 15.1.1936, ausgegeben 5.5.1936; an O. Haas in Wiesbaden), USA (eingereicht 2.3.1934, veröffentlicht 5.5.1936), Schweiz (eingereicht 6.3.1934 um 10h30, eingetragen 31.7.1935; an O. Haas, Pieterlen bei Biel, Schweiz), Belgien (eingereicht 7.3.1934 um 13h12, veröffentlicht 30.4.1934; an O. Haas, Taufenthal bei Aarau), Frankreich (eingereicht 7.3.1934 um 16 Uhr, delivré 18.6.1934, veröffentlicht 6.9.1934; O. Haas als wohnhaft in der Schweiz genannt), Großbritannien (eingereicht 9.3.1934, Ausgabe/complete specification accepted 9.12.1935; an O. Haas, Rheinstrasse 15, Wiesbaden), Finnland (eingereicht 9.3.1934, veröffentlicht 10.12.1937; an O. Haas, Teufenthal bei Aarau), Kanada (Einreichdatum umbekannt, Patent CA 358226 vom 2.6.1936).

(37) Ernst Martin, Die Schreibmaschine und ihre Entwicklungsgeschichte, Verlag Peter Basten, Aachen 1949.

(38) Leonhard Dingwerth, Lexikon historischer Schreibmaschinen. Für die Zeit von 1940 bis zum Beginn der Elektronik, Neuauflage, Delbrück 2008, p. 72

(39) Modern Typewriter Has 20 Parts, in: Modern Mechanix, July 1932, online at: http://blog.modernmechanix.com/2006/07/18/electric-typewriter-has-20-parts/ (visited 8.12.2010)

(40) Wilfred A. Beeching, Century of the Typewriter, London 1974

(41) August Baggenstos, Von der Bilderschrift zur Schreibmaschine, Zürich und Herrliberg 1977

(42) (Finnish) Typewriter Museum, http://typewriter.slk.fi/hermes-typewriter.html

(43) Nach Ernst Martin (37, @264) war die Express eine in der Schweiz unter diesem Namen verkaufte National Mod. 2. Dieses wurde ab 1917 hergestellt.

(44) P. Campiche, Histoire de la machine à écrire. Origines à nos jours. Chronologie des inventions, http://www.collection-machineaecrire-campiche-hermes.ch/historique.htm (besucht am 30.12.2012)

(45) P. Robert, The Typewriter Sketchbook, 2007, S. 100

(46) Angaben auf der Webseite von Becks Schreibmaschinenmuseum, http://curta.ch/index.php?mainPage=collection&subPage=darling&language=german (besucht 3.2.2013)

(47) Patent CH52728 vom 9. Mai 1911, Machine à écrire, ausgestellt auf Gertsch & Cie., Fleurier.

(48) A. Witzemann, Hier irrte Ernst Martin (Folge 3). Schreibmaschinen Saturn und Stauder verwechselt, in: Historische Bürowelt, No. 82, Juni 2010, 6-7

(49) Patent CH16823, "Vereinfachte Tastenschreibmaschine", ausgestellt auf "Fritz Mayer, in Meilen b. Zürich" am 7. Mai 1898.

(50) Patent DE101149, "Tastenschreibmaschine", ausgestellt auf "E. Stauder in Zürich", Anmeldung 28. November 1897, Ausgabe 16. Januar 1899.

(51) Feuille d'avis de Lausanne, 30. Oktober 1922, berichtet vom Verlosen, anlässlich des 3. Comptoir Suisse in Lausanne, einer "machine à écrire, "Hermès", la première construite en Suisse oeuvre de la maison Paillard et Cie à Sainte-Croix, d'une valeur de 825 francs."

(52) F. Mantelli, The Ingersoll Typewriters, in: P. Robert, The Typewriter Sketchbook, The Virtual Typewriter Museum, Amsterdam 2007 (e-book)

(53) Patente CH160771 und CH161325.

(54) Service, Beau aus der Schweiz, in: Büro-Wirtschaft, Nr. 6, 1974, S. 38.

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created 5.11.2009 - last update 24.3.2013

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