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Alpina Klein-Büroschreibmaschine

Alpina Büromaschinen-Werk GmbH

 

1951 - ca. 1965

 

Alpina

Alpina, n° 201117 

Alpina

Modell Alpina Klein-Büroschreibmaschine model
Typ   type
Konstrukteur / Erfinder   inventor
Hersteller

Alpina Büromaschinen-Vertrieb Bovensiepen KG, Füssener Strasse 20-24 (3), Kaufbeuren, Deutschland / Alpina Büromaschinenwerk KG Bovensiepen (10) / Alpina Büromaschinen-Werk GmbH (6) / Standard Elektrik Lorenz AG (SEL) / Alpina-Werk M. & M. Vorwerk GmbH & Co KG (10) (?)

manufacturer
Produktionsort Kaufbeuren, Deutschland place of production
Seriennummern in der Sammlung (Baujahr) 201117 & 245482 serial numbers in my collection (year made)
Tastatur deutsch / German keyboard
gebaut von - bis 1952 (6) - ca. 1965 (10) production years
Farbband 13 mm Durchmesser ribbon
Farbbandspule DIN 2103 spool
Anmerkungen

wurde auch als "Avona" und "AMC" verkauft / was also sold as "Avona" and "AMC" (2)

Bedienungsanleitung ca. 1952 zum download

download an original Alpina typewriter soundbit here

remarks
Patente   patents
Geschichte   owner history
Gesamtstückzahl (alle Modelle)   numbers made (all models)

Inhalt:

I. Die wunderschöne Alpina Klein-Büroschreibmaschine

Formen, Farben und Ausführungen

II. Geschichte der Alpina-Werke und deren Schreibmaschinen

III. Modellliste und technische Details

IV. Altersbestimmung anhand Seriennummer

Die Alpina Werke

Das Alpina Büromaschinen-Werk wurde ab 1949 von Dr. Otto Rudolf Bovensiepen im bayerischen Kaufbeuren aufgebaut. 1951 kamen die ersten "Alpina" Schreibmaschinen auf den Markt, sie hatten ein eckiges Gehäuse. Die runde Form wurde erst 1952 eingeführt. In über zehn Jahren wurden ca. 100.000 Alpina Schreibmaschinen hergestellt, bevor die Produktion um 1965 (zumindest in Deutschland) zu Ende ging.

alpina werbung

Die immer populäre Alpina. What's the serial number, Baby?

 

I. Die wunderschöne Alpina Klein-Büroschreibmaschine

 alpinas
Alpinas # 249121, 107349, 63089. © R. Messenger collection

Die Alpina ist von mittlerer Grösse: weder ist sie so gross und schwer wie eine Standard Büromaschine, noch ist sie tragbar im Sinn einer Portable Schreibmaschine. Die Eigenbezeichnung durch die Firma Alpina trifft es ziemlich gut: es handelt sich um eine "Klein-Büroschreibmaschine". (7) Über die Jahre wurden auf Grundlage eines in Details abgewandelten und immer wieder verbesserten Grundtypus verschiedene Formen erzeugt, die sich im Wesentlichen in drei Klassen einteilen lassen: die erste Form, in der die Maschine eine auffällig rechteckige Spulenabdeckung hat. Diese wurde jedoch nur von 1951 bis 1952 hergestellt und dann von der bekannteren runden Form abgelöst. Letzte wiederum wurde im Jahr 1956 neu designed. Innerhalb dieser drei Grundformen unterschied man zwischen Normalmodell, Modell mit Tabulator, und einem mit breiterer Walze und Tabulator. Im Detail gab es immer wieder kleine Abänderungen. Es gab auch eine Maschine mit Aufsatz für die Buchhaltung, das Modell BS33, das 1958 durch das Modell KBS abgelöst wurde.

 alpina gigant
Alpina ganz gross!, Quelle: plustype.de
alpina kofferparade 
Alpina Kofferparade. Aus der Sammlung N. Schwarz. Nota bene! Der Sammler ist immer auch ein Gewichtheber

Hier nun ein Überblick dieser Entwicklungsstufen:

1. Form - eckig

Die erste Form hatte keine gesonderte Modellbezeichnung. Verkauft wurde, und zwar ab 1951, die "Alpina Klein-Büromaschine".

 Alpina model 1  Alpina 1
Alpina, erstes Modell, # 2650-2684 (1952), © Th. Fürtig Alpina # 913-810 (1951), © N. Schwarz
 Alpina  Alpina
Alpina # 3177 (1952), © T. Elster collection 2010 Alpina # 1165-1066 (1952), © Th. Fürtig

Genaueres über den Konstrukteur der Alpina ist mir nicht bekannt.(14) Schon dieses erste Modell war wahlweise mit einem Tabulatorsetzer ausgestattet. Dieser macht sich als starke Ausbuchtung auf der Rückseite der Maschine bemerkbar (s. # 2650-2684 oben).

Verkauft wurde auch ein Modell mit 33 cm breiter Walze (das Normalmodell mass 24 cm), unten links im Bild. Die künftigen Modellfolgen waren also alle schon im "Urmodell" angelegt, jedoch gab es wie gesagt noch keine gesonderten Bezeichnungen.

Ausgeliefert wurde das erste Modell der Alpina in den grauem / braunem und schwarzem Kräusellack (bisher bekannte Farben).

Alpina  Alpina 
Alpina Reklame, 1952 Alpina Reklame, s.d.
Seriennummern*** Alpina (eckige Form) Besonderheit Quelle
niedrigste* / lowest 913-810** ohne Tabulator N. Schwarz 2013
  2650-2684 (-) mit Tabulator Th. Fürtig 2013
höchste* / highest 3177   T. Elster collection 2010

*Es handelt sich um die mir bisher bekannten Seriennummern. Danke für die Bekanntgabe weiterer Nummern: e-mail

**Diese frühen Maschinen tragen die hier wiedergegebenen Doppelseriennummern mit Bindestrich. Die SN der frühen Alpinas befinden sich auf der Wagenlaufschiene links, sichtbar, wenn man den Wagen nach rechts hinausschiebt. Der vordere Teil der Nummer ist wegen des Wagenseils nur schwer zu erkennen.

*** Erklärung: (-) und fett gedruckt: niedrigste bekannte Nummer mit diesem Merkmal; (+) höchste Nummer mit.

2. Form - rund

Schon 1952 und ab der Seriennummer 5200 erhielt die Alpina eine runde Spulenabdeckung. Es hielten nun auch Modellbezeichnungen Einzug, obwohl auf den Maschinen selbst weiterhin nur der Name "Alpina" aufscheint. Die Modelle (Details s. unten) sind N 24 (Normal mit 24 cm breiter Walze), SK 24 (mit Setz-Kolonnensteller, auch bekannt als Tabulatorsetzer, und 24 cm Walze), sowie die SK 33 (wie SK 24, nur mit 33 cm breiter Walze).

Die folgenden Modellbezeichnungen "2a" "2b" etc. sind KEINE offiziellen Bezeichnungen. Sie werden hier aufgrund bestimmter Merkmale zur besseren Gliederung gebraucht. Die graduellen Änderungen im Überblick:

Seriennummern Typ Alpina (runde Form, einfärbig) Besonderheit** Quelle
niedrigste* / lowest 2a 12915 (-) Schriftzug am Rahmen vorn; doppelt geschwungener Zeilenschalthebel T. Elster collection 2010
  2b 14188 (+) Schriftzug am Rahmen vorn; (-) einfach geschwungener Zeilenschalthebel N. Schwarz 2013
    25774 (-) Schriftzug am Spulendeckel N. Schwarz 2013
    45597 (+) einfach geschwungener Zeilenschalthebel Th. Fürtig 2013
  2c 63089 (-) Zeilenschalthebel nach unten gebogen R. Messenger 2011
    74921 (+) Randlöser als Knopf im Rahmen (gilt nur für amerikanische Maschinen! deutsche u. engl./austral. Maschinen folgen anderem Schema) R. Polt 2013
    96228 (-) Randlöser als Taste ganz rechts 1.R.v.o. (gilt nur für amerikanische Maschinen! deutsche u. engl./austral. Maschinen folgen anderem Schema) J. Morton 2013
    151503 (+) einfarbige Maschine (Form 2) Th. Fürtig 2013
  2d 153851 (-) zweifarbig; (+) Zeilenschalthebel aus Metall (mit Ausnahme #205786, W. Davis) Th. Fürtig 2013
    192760 SK 33, als "Majestic" angeschrieben; Th. Fürtig 2013
  2e 194916 (+) Randlöser als Knopf im Rahmen; (-) Zeilenschalthebel aus Plastik***** Finnish Typewriter Museum 2013
    201117 (-) Randlöser als Taste ganz links 2.R.v.o. (gilt für dt. Maschinen)**** G. Sommeregger
    221195 (-) Randlöser als Taste 1. Taste 1.R.v.o. (gilt für dt. Maschinen); Safety-Typer Th. Fürtig 2013
    245482 (+) Farbbandhebel in Metall G. Sommeregger
    249121 (-) Farbbandhebel in Plastik R. Messenger 2011
höchste* / highest   316757 (AMC) R. Polt 2012

*Es handelt sich um die mir bisher bekannten Seriennummern. Danke für die Bekanntgabe weiterer Nummern: e-mail

** Erklärung: (-) und fett gedruckt: niedrigste bekannte Nummer mit diesem Merkmal; (+) höchste Nummer mit.

***Breitwagenmaschinen (33 cm Walzenlänge) behalten weiterhin einen Zeilenschalthebel aus Metall. Dies ist bei der Nummernbewertung zu berücksichtigen.

**** Den Randlöser wieder/noch als Knopf im Rahmen hat das Modell Safety-Typer SK 33 #201815, N. Schwarz.

***** #205786, beschriftet als "AVONA", vertrieben in USA, hat den Zeilenschalthebel noch/wieder in Metall. W. Davis 2005 (2)

2a - Schrift im Rahmen vorn

 alpina  alpina breitwagen
Alpina # 12915 (1952), © T. Elster collection 2010 Alpina © T. Elster collection 2010

Man sieht bei diesen frühen Modellen, dass der "Alpina" Schriftzug auf dem Rahmen vor der Leertaste angebracht ist. Später wandert er auf den Spulendeckel. Auf der Abbilung unten sieht man auf einen Blick die Bedienungselemente. Schon von Anfang an gab es bei den mit Tabulator ausgestatteten Modellen (SK 24 und SK 33) den kleinen "Setz- und Löschhebel für Kolonnensteller" (im Bild No. 24). Einmal eingestellt, steuerte man den Wagen von Reiter zu Reiter mit der Tabulator-Taste (No. 9).

alpina

Die Bedienungsanleitung für dieses Modell können Sie hier herunterladen (Dank an R. Fahrenholz).

Alpina  Alpina 
Alpina Reklame, s.d. Alpina Reklame, s.d.

2b - Schrift am Deckel

Die Alpina gab es neben Alpina-Beige auch in frischen Farben, wie hier abgebildet in rostbraun / rotem und grünen Kräusellack sowie grünmetallic und blaumetallic: (6) [Anmerkung: die Farbenbezeichnungen sind ungefähr, da hier verschiedene Wahrnehmungen bestehen und auch die Photographien Schattierungen oft anders abbilden. Ich lasse mich aber gerne von einem Farbenkundigen unterrichten.]

 Alpina  
Alpina # 44923 (1955), © R. Fahrenholz  

2c - neue Andruckrollen, Zeilenschalthebel zeigt nach unten

 alpina
Alpina # 63089 (1956), © R. Messenger

2d - Zweifarbigkeit

Zweifarbigkeit der Maschinen, mit alpina-beigem Deckel aber blaugrauem Grundgestell.

2e - Zeilenschalthebel aus Plastik

Zur Identifizierung: Haupterkennungszeichen wäre der milchweisse, mit einem speziellen Mechanismus ausgestattete Plastikhebel. Aber auch zu dieser Regel gibt es eine Ausnahme: nur die "normalgrossen" Alpinas hatten diesen Hebel, während Breitwagenmodelle (DT 33, BS 33, KBS) weiterhin mit einem herkömmlichen verchromten Hebel bestückt waren. Und auch von den Normalgrossen N 24 Maschinen ist zumindest eine bekannt, die noch einen Chromhebel hat (W. Davis, # 205786 (2)). In diesem Fall sich also an die Zweifarbigkeit als anderes Hauptmerkmal halten.

Alpina Alpina
Alpina, n° 201117 Alpina, n° 245482
Alpina Alpina
Alpina, n° 201117 Alpina, n° 245482

Irgendwann zwischen den Fabriknummern 245482 (s. Bild oben) und 249121 (Bild R. Messenger weiter oben) muss der kleine Randlöserknopf, zuerst oberhalb der Einsertaste im Rahmen eingearbeitet, in die Tastatur gerutscht sein und ist nun als kleiner Hebel links der Einsertaste zu sehen. Zu sehen im Vergleich mit R. Polts "AMC" Maschine unten.

alpina 
Alpina # 261226, © TElster collection 2010

Ein weiteres sich veränderndes Merkmal ist der Farbbandhebel rechts oberhalb der Tastatur. Ursprünglich aus Metall, ist er ab einem gewissen Zeitpunkt auch in Plastic ausgeführt.

Unten sehen Sie eine in den Vereinigten Staaten unter dem Namen "AMC" verkaufte Alpina aus der Sammlung von Richard Polt. Interessant ist die leicht verschiedene Tastaturbelegung: auf der amerikanischen Tastatur ist die Tabulatortaste ganz rechts in der zweiten Zeile. Bei der deutschen Tastatur hingegen ist sie ganz links. Den gewonnen Platz auf der amerikanischen Tastatur nimmt die Randlösertaste ("margin release") ein, während diese auf der deutschen Tastatur noch links von der Einsertaste in der ersten Zeile "hineingequetscht" ist.

AMC 
AMC # 316757, courtesy R. Polt 2012

Die oben gezeigte Maschine von R. Polt mit der Nummer 316757 ist die derzeit höchste bekannte Seriennummer. Welchem Baujahr sie entspricht ist nicht mit völliger Sicherheit zu sagen, ebensowenig wann nun die letzte "Alpina" Schreibmaschine gebaut wurde. Zur Endphase der Produktionsgeschichte und einem möglichen Weiterleben in Jugoslawien s. unten die Geschichte der Alpina-Werke.

Alpinas unter anderem Namen und besondere Ausführungen

Als Zusatzausstattung für die Alpina konnte man für 32,- DM einen Spezialsockel für Büroarbeit dazubestellen.(6) Dieser hob und änderte die Schreibposition und hielt die Maschine bei Dauerbelastung wohl in einer stabilen und rutschsicheren Lage.

 alpina alpina büro 
Alpina # 151503 (1958) "Büro" © Sammlung Th. Fürtig selbe Maschine, Seitenansicht

Bekannt sind die Namensvarianten AMC (Vertrieb der Associated Merchandising Corporation) und AVONA. Beide wurden in den Vereinigten Staaten vertrieben. (5, 2) Bekannt sind auch die Namensvarianten Leoma, Majestic, Nava, Safety-Typer, und Uhu-System. (16)

 Uhu-System  Majestic
Uhu-System # 115465 (1957), © Sammlung Th. Fürtig Majestic # 192760 (1959), © Sammlung Th. Fürtig
Leoma Alpina 
Alpina "Leoma" # 79488, © Th. Fürtig 2013

Die LEOMA ist ein Modell BS33, ist also mit Dezimaltabulator, steuerbar von der ersten Tastenreihe über der Leerzeile aus, ausgestattet. Zusätzlich hat die Maschine eine Vorsteckeinrichtung.

Während Uhu-System und Majestic (von Nava ist mir kein Exemplar bekannt) so wie AMC und AVONA reine Namensänderungen zu sein scheinen, gilt es den Safety-Typer (20) etwas näher zu beleuchten.

Es handelt beim Safety-Typer um eine Maschine mit Perforationsschrift: die spike-ähnlichen Typen (für diejenigen, die sich noch an die Laufschuhe mit Spikes erinnern oder aber an gespikte Autoreifen im Winter) durchschlagen das Papier, wodurch ein eindeutiger und unabänderlicher Buchstabe gesetzt wird. Das Papier wird durchlocht.

 safety safety-typer spikes
Safety-Typer # 201815 (1960), © Sammlung N. Schwarz Detail Typen von # 221195 (1960) © Th. Fürtig

Bei beiden bekannten Maschinen (20) ist die Tastaturbelegung deutsch, jedoch mit Währungszeichen für Pfund und Dollar. Zusammen mit der Spezialschrift liegt also der Schluss nahe, dass diese Maschinen als Nischenprodukte im Banken- und sonstigen Bereichen, in der Dokumentensicherheit wichtig war, verwendet wurden.

!ZACLYGUPÄ

Im Februar 1956 berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel unter dem Titel "Revolution der Tasten" zunächst von der bekannten Initiative von August Dvorak, für die USA eine effizientere Tastaturauslegung einzuführen - das "Dvorak keyboard". Dann aber berichtet Der Spiegel von einer mit gleicher Absicht für die Eigenheiten der deutschen Sprache entwickelten Tastatur, die vom Alpina Büromaschinen-Werk in Kaufbeuren zumindest als Prototyp gebaut wurde. Der Photobeweis ist inbegriffen:

 alpina !ZACL
Quelle: Der Spiegel, Mittwoch, 1. Februar 1956

Die erste Buchstabenreihe dieser "Alpina" Tastatur lautet "!ZACLYGUPÄ". Und statt "ASDF" lesen wir "BDINTSREHKÜ". Damit wurden Buchstabenhäufigkeit im Deutschen, die kürzesten Tastenwege dafür sowie eine gleichmässige Verteilung der Arbeitslast zwischen linker und rechter Hand berücksichtigt. Revolutionär! Aber so wie sich das Dvorak Keyboard nicht wirklich durchsetzen konnte (es gibt durchaus eine kleine aber feine Minderheit, die auch im Computerzeitalter auf Dvorak-Tastaturen schreibt), so war auch dem Versuch der Alpina kein Erfolg gegönnt. Der Spiegel berichtet, dass der "Arbeitsausschuss Schreibmaschinen im Fachnormenausschuss Maschinenbau" sofort einen Warnschuss gegen jede Neuerung losliess. Anderseits bewertete Burghagens Zeitung für Bürobedarf auf gründliche Tests und Statistik gestützt die Neuerung sehr positiv. Lesen Sie Details hier. (22)

Die Kleinschreibmaschine Alpina Angelika

Die Alpina Angelika ist baugleich mit dem Modell Smith-Corona Corsair. Ein Messebericht in einer Fachzeitschrift ca. 1963 stellt sie wie folgt vor: "Neue Alpina-Reise-Schreibmaschine / Neben den bekannten Alpina-Fabrikaten wurde die neue Reiseschreibmaschine "angelika" gezeigt. Sie ist in den Farben Beige oder Blau mit den Schriften Pica und Elite lieferbar und wiegt nur 3,6 kg. In den Grössenmassen 32x30x10,7 cm lässt sie sich als Kofferschreibmaschine überall bequem mithinnehmen." (16)

 Angelika logo
Alpina Angelika, # 5Y77684, © Sammlung Th. Fürtig  

Nippo - eine "falsche" Alpina

Zwischen der unten gezeigten Alpina Baby und der Alpina Werken in Deutschland gibt es - trotz authentischem Logo - bisher keine bekannte Verbindung (19). Die Alpina Baby ist ein japanisches Produkt der Firma Nippo. Dieses Modell wurde auch als Condor und Rexina verkauft. (17)

 Alpina Baby
Alpina Baby # 373227. Courtesy R. Polt

II. Geschichte der Alpina-Werke und deren Schreibmaschinen

Otto Rudolf Bovensiepen, geb. 1907 in Mettmann im Rheinland, studierter Betriebs-, Volkswirt und Jurist, ab Mitte der 1930er Jahre in der Industrie tätig, fand nach dem 2. Weltkrieg im schwäbischen Kaufbeuren ideale Bedingungen für die Errichtung einer Schreibmaschinenfabrikation vor: (10) reichlich Arbeitskräfte, und eine zu erwartende günstige Konjunktur für Schreibmaschinen, da die Konkurrenten die Kriegsschäden noch nicht verdaut hatten, und Maschinen stark benötigt wurden. (10) 1949 mietete er zunächst das Gelände an der Füssener Strasse in Kaufbeuren, lies Büromaschinenmechaniker, Feinmechaniker und Werkzeugmacher ausbilden. (10) Auch die Planung der zukünftigen Alpina Schreibmaschine beginnt. (10) Die erste Maschine kam dann 1951 auf den Markt.

 O. R. Bovensiepen
Otto Rudolf Bovensiepen. Quelle: Alpina Werkszeitung, Nov. 1959, via (10)

1958 wurde der Betrieb erweitert. Der Schreibmaschinenverkauf florierte. Dabeben produzierten die Alpina-Werke auch Telefon-Wählautomaten, Papierschweissgeräte, elektro-pneumatische Steuergeräte für Textilmaschinen, Aggregate für Lochstreifenanlagen für Siemens. (10) 1960 stellte Alpina an der Hannover-Messe seine Universalrechenmaschine (UMR) vor. (10) Dieser ist im Endeffekt kein Erfolg beschieden. (10, 15)

1961 beteiligt sich Bovensiepen mit 500.000 DM an der Schulz KG, ein Schreibmaschinenhandel der hauptsächlich Teilzahlungsgeschäfte tätigte. Im November 1964 geht die Schulz KG bankrott, und zog auch Otto R. Bovensiepen mit hinein. Er verkauft daher seine hohen Forderungen der Alpina-Werke an die Schulz AG an die Industriellenfamilie Vorwerk, Wuppertal. (10)

Doch schon 1961 hatte Bovensiepen die Schreibmaschinenproduktion des Alpina-Werks, also den bisherigen Kernbereich des Werks, an die Standard Elektrik Lorenz AG (SEL) aus Stuttgart verkauft. (10) Dies dürfte auch mit dem rückläufigen Geschäft im Büromaschinensektor zu tun haben. (10) SEL dürfte seiner Spezialisierung entsprechend eher eine Fernschreiberproduktion geplant haben, liess aber für eine Übergangszeit weiterhin Alpina-Schreibmaschinen produzieren, nach M. Reese bis ca. 1965. (10) W. Davis vermutet ein Ende der Produktion schon für 1963. (5) Was also? Schauen wir nochmals ins Detail auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Informationen:

Es war also 1961 die Situation entstanden, dass Otto Bovensiepen die Alpina-Werke besass, die Schreibmaschinenproduktion jedoch an SEL verkauft hatte. Die Schreibmaschinenproduktion kam aber mit dem Verkauf nicht zum Erliegen, SEL produzierte weiterhin und auf dem Werksgelände der Alpina die Alpina Schreibmaschinen. Auch der Vertrieb der Schreibmaschinen lief weiterhin über die Schulz KG, an der ja wiederum Otto Bovensiepen beteiligt war bzw. viel Geld investiert hatte. Mit dem Konkurs der Schulz KG Ende 1964 verliert Otto Bovensiepen viel Geld (M. Reese rapportiert 5 Millionen DM (10)) und zwingt ihn zum Verkauf des verbliebenen Alpina-Werks. Neue Eigentümerin wird die Familie Vorwerk , die die hohen Forderungen der Alpina AG gegenüber der Schulz KG übernimmt. Mit neuem Besitzer heisst die Firma 1965 "Alpina-Werk M. & M. Vorwerk GmbH & Co KG". (10) Sie scheint auch die SEL als Eigentümerin der Schreibmaschinenproduktion abgelöst zu haben. (eigene Schlussfolgerungen aus 10) Kurz scheint also die Alpina auch unter den Besitzern Vorwerk produziert worden zu sein.

L. Dingwerth rapportiert Seriennummern bis ins Jahr 1964, das letzte Baujahr mit 1967. (6) Letzteres liesse sich mit einem letzten Kapitel der Produktionsgeschichte erklären, das uns nach Jugoslawien führt:

Weiterleben in Slowenien - die TOPS Schreibmaschinenfabrik in Laibach / Ljubljana

M. Reeses Bericht folgend wurden im Jahr 1965 oder kurz danach die gesamten Produktionsmittel (Maschinen und Anlagen) ins damalige Billiglohnland Jugoslawien verlagert, und zwar zum Hersteller TOPS in Ljubljana (Laibach). (10) "TOPS" steht für "Tovarna pisalnih strojev", also "Schreibmaschinenfabrik". Die dort mit den Produktionsmitteln der Alpina hergestellten Schreibmaschinen hiessen nach M. Reese weiterhin "Alpina".(10) Ich würde gerne so ein Exemplar sehen. Unter der Marke "TOPS" wurden einige andere z.T. bekannte Marken verkauft, Eigenproduktion ist aber nachgewiesen ab 1952. (11)

Weiteres Schicksal des Alpina-Werks in Kaufbeuren

M. Reese berichtet 1995: "1969 übernimmt Olympia Wilhelmshaven einen grossen Teil des Alpina-Werkes und lässt dort Büromaschinenteile für das Stammwerk herstellen. 1981 kauf die Stadt Kaufbeuren das Werk und vermietet es an vier Alpina-Mitarbeiter. Arbeit für die etwa 200 Beschäftigten kommt nun ausschliesslich über Fremdaufträge herein. Seit 1985 ist das ehemalige Alpina-Werk im Besitz jener vier Mitarbeiter und firmiert unter dem Namen KGM." (10) Die Firma gibt es heute noch. Sie firmiert als KGM Geräte- und Maschinenbau GmbH, Kaufbeuren, an der sleben Adresse an der Füssener Strasse 20 - 24.

 KGM
© KGM. Quelle: (13)

Weiterleben der Marke Alpina als Motorfahrzeugspezialist

Per 1. Januar 1965 trug Burkard Bovensiepen, der Sohn von Otto Rudolf Bovensiepen, seine Tuningfirma ins Firmenbuch ein. Sie entwickelte sich prächtig und ist heute bekannt als Autohersteller mit Konvertierung von BMWs zu Alpina Modellen. (12)

III. Modellliste und technische Details

Folgende Modelle wurden hergestellt:

Modelle Alpina
Modellbezeichnung Merkmale Baujahre Quelle
(1. Modell) eckiger flacher Deckel; wurde mit 24 cm oder 33 cm breiter Walze geliefert 1951 - 1952 (3)(6)
N 24 dieses und alle folgenden Modelle der "Alpina Klein-Büromaschine" (Eigenbezeichnung): runder Deckel; 24cm Wagen (= 24 cm breite Schreibwalze); "N" könnte für "Normalmodell" stehen 1952 - 1965 (10)  
SK 24 24 cm Wagen (=24 cm breite Schreibwalze); Setz-Kolonnensteller ("Tabulator") mit Einzel- und Gesamtlöschung, Koffer und Zubehör (7) 1952 - 1965 (10)  
SK 24 Büro (8) / SK 33 Büro (21) wie SK 24 oder SK 33, Spezialausführung mit massivem Tischsockel (8) 1952 - 1965 (10)  
SK 33 33 cm Wagen (=33 cm breite Schreibwalze), Setzkolonnensteller ("Tabulator") mit Einzel- und Gesamtlöschung, Wachstuchhaube und Zubehör (Koffer konnte auf Wunsch geliefert werden) (7) 1952 - 1965 (10); ein 33 cm Wagen konnte aber schon für das 1. Modell geliefert werden  
DT 33 33 cm Wagen, mit Dezimaltabulator; zur Einstellung der Dezimalstellen waagerechter Druck vor die Tasten der unteren Tastenreihe (6); Beschriftung der Leertaste (6) 1952 - 1964 (6)  
BS 33 wie DT 33, mit Vorsteckeinrichtung (8) - 1958 (Modell BS 33 ausgelaufen, dafür KBS) (3)  
KBS Schreibbuchungsmaschine (10); Verbesserung der BS 33 (8) ab 1958 (3)  
Angelika Reiseschreibmaschine (Kleinstserie) (8) Baugleich mit Smith Corona Corsair.   (8)

Namensvarianten: AMC (Vertrieb der Associated Merchandising Corporation), AVONA (2); Leoma, Majestic, Nava, Safety-Typer, Uhu-System (16).

Nicht von Alpina hergestellt wurde die Alpina Baby (Fabrikat von Nippo, Japan):

Baby Reisemaschine, made in Japan (8)   (8)

Überblick der Patente zu Alpina Schreibmaschinen

[Baulücke]

Dezimaltabulator

Ein eigener Dezimaltabulator wurde entwickelt. Konstrukteur war Herr Hans Martin aus Kaufbeuren. (9) Dieser Tabulator war eigen im doppelten Sinn des Wortes: um möglichst effiziente Gestaltung bemüht, wurden die Funktionsknöpfe in die Tastatur integriert, im Gegensatz zu bisherigen Dezimaltabulatorsystemen, wo eine eigene Tastenreihe nur für diese Funktion zusätzlich zu den bestehenden Tastenreihen anbracht wurde. Alpina ging hier einen sehr eleganten Weg: die Dezimaltabulatoren werden über eine schon bestehende, und zwar die unterste Tastenreihe angesteuert. Diese Tasten erhalten somit eine Doppelfunktion: drückt man von oben nach unten, sind es die normalen Buchstaben die gedruckt werden, y, x, c, v usw. Drückt man die entsprechende Taste aber horizontal, also von vorne, hinein, löst dies die Tabulatorfunktion aus. Aus unten gezeigtem Auszug aus der Patentschrift ist das gut zu sehen. Die effektive Ausführung war dann so, dass zur besseren Orientierung die jeweiligen Dezimalschritte auf der Leertaste aufgedruckt wurden, von der sie leichter abgelesen werden konnten als von den leicht abgeschrägten Dezimaltasten selbst.

 Alpina dezimaltabulator
aus: US2866532,1958/1955
 dezimaltabulator
Dezimaltabulator an Maschine # 118350 (1958), © Sammlung Th. Fürtig 2013
 deztab
die dazugehörige Maschine (click to enlarge)

Funktionsweise bei Grossbuchstaben

Zum Schreiben der Grossbuchstaben wird nur die Walze, nicht aber der ganze Wagen angehoben. Dies spart beträchtliches Gewicht bei der Umschaltung von Klein- auf Grossbuchstaben, was beim stundenlangen Arbeiten ausschlaggebend ist.

Schriftarten und Tastaturen der Alpina

Die Alpina wurde mit mehreren Schriftarten angeboten. Durch den Export in 117 Länder der Welt (10) wurde sie auch in verschiedensten Tastaturen ausgeliefert. Sonderzeichen konnten auf Bestellung eingearbeitet werden.

 Schriftarten
aus: Alpina Klein-Büroschreibmaschine, Bedienungswinke. Ca. 1952

IV. Altersbestimmung (Seriennummern, Fabriknummern)

Seriennummern / serial numbers Alpina Quelle:
Wo ist die Seriennummer?
1951 (1. Modell) - 1600 (3)
1952 - 5200 (3)
1952 (neue Modelle)(3) 5200 - 7600 (3)
1953 - 18800 (3)
1954 - 36200 (3)
1955 - 58200 (3)
1956 - 64500 (3)
1956 (neue Modelle)(3) 64500 - 82800 (3)
1957 - 116500 (3)
1958 - 142000 (3)
1958 (Modell BS 33 ausgelaufen, dafür KBS) (3) 142000 - 153000 (3)
1959 - 195700 (3)
1960 - 242000* (3)
1961 210000** (3)
1962 (keine Angaben)  
1963 279000** (6)
1964 317000** (6)

* Letzte in Schramm 1962 (3) erwähnte Seriennummer.

** Aufgrund der anderen Angaben sind diese Nummern wohl als Nummernstand am Beginn des Jahres zu lesen.

Zum Weiterlesen im Netz:

- W. Davis & N. Schwarz, Alpina

- R. Messenger, The Alpina: Great portable typewriter now packs 500 horsepower and goes from standing to 60mph in 4.5sec, ozTypewriter, 2. Nov. 2011, http://oztypewriter.blogspot.ch/2011/11/alpina-great-portable-typewriter-now.html (abgerufen 28.1.2013)

- R. Messenger, Alpina Typewriters: Getting Greedy, Not Wise, ozTypewriter, 14. Nov. 2011, http://oztypewriter.blogspot.ch/2011/11/alpina-typewriters-getting-greedy-not.html

- R. Messenger, Alpina Typewriter, ozTypewriter, 25. Mai 2011,http://oztypewriter.blogspot.ch/2011/05/alpina-typewriter.html

- Ken's Alpina

Grundlegend auf Papier:

- M. Reese, Geschichte der Alpina-Werke Kaufbeuren und der Alpina Universalrechenmaschine, in: Historische Bürowelt (HBW), No. 42, Juni 1995, 22-28.

Quellen / sources:

Vielen Dank an Norbert Schwarz und Thomas Fürtig für den kollegialen Austausch von Wissen und die zur Verfügung gestellten Fotos.

(1) http://tw-db.com

(2) W. Davis, N. Schwarz, Alpina portable typewriters, p. 2, http://www.willdavis.org/alpina2.html (visited 3.1.2010)

(3) H. F. W. Schramm, Liste der Herstellungsdaten deutscher und ausländischer Schreibmaschinen mit wichtigen technischen Daten, Hamburg 11. Aufl. 1962

(4) Tilman Elster collection 2010, http://www.plustype.de/alpina.html

(5) W. Davis, N. Schwarz, ALPINA portable typewriters, http://machinesoflovinggrace.com/ptf/alpina.html (visited 27.1.2013)

(6) L. Dingwerth, Lexikon historischer Schreibmaschinen, Delbrück, Neuauflage 2008, pp. 34 ff.

(7) Alpina Klein-Büroschreibmaschine, Bedienungswinke (ca. 1955)

(8) T. Fürtig, Deutsche manuelle Schreibmaschinen. Übersicht der Fabrikate, Modelle und Namensvarianten, April 2012, publiziert im Mitgliederbereich von ifhb.de, http://ifhb.de/SM-Modelle.php (abgerufen Januar 2013)

(9) US28665532 vom 30.XII.1958, beantragt 17.I.1955

(10) M. Reese, Geschichte der Alpina-Werke Kaufbeuren und der Alpina Universalrechenmaschine, in: Historische Bürowelt (HBW), No. 42, Juni 1995, 22-28.

(11) Eine Internetsuche ergab das Photo einer "tops M-1", die eine Consul portable sein dürfte, und einer "tops M.2", die eine Antares portable sein dürfte. Ob dies Eigenproduktionen sind oder nur "Etikettenwechsel" ist mir nicht bekannt. Eine weitere Maschine ist die TOPS Model S 3 (http://giskd2s.situla.org/TMS_Podatki/56973.jpg). Sie könnte an die Olivetti Lexikon 80 angelehnt sein, ebenso wie das TOPS Produkt "Emona", für das aber lt. Angaben Uroš Vagaja verantwortlich zeichnet (http://museums.si/sl/collection/object/31976/uros-vagaja-emona).

(12) V.A., Alpina Burkard Bovensiepen, in: Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Alpina_Burkard_Bovensiepen (besucht 28.1.2013)

(13) Geräte- und Maschinenbau GmbH, Wissensbilanz der Firma KGM, http://www.akwissensbilanz.org/Infoservice/Wissensbilanzen/wissenbilanz_kgm.pdf (abgerufen 29.1.2013). Die Firma stellt sich wie folgt vor: "Die Firma KGM - Kaufbeurer Geräte- und Maschi- nenbau GmbH - ist eine neue Fertigungsgenerati- on an alter Stelle. Ab 1961 fertigte die SEL Geräte und Vermittlungsanlagen für Telefon und Telex. 1968 begann OLYMPIA mit der Produktion von Schreibmaschinen, mittlerer Datentechnik und Ko- piergeräten.
Unser Unternehmen wurde von Günter Bernhardt, Michael Hahn, Helmut Krauß und Erich Sauter im Jahre 1982 gegründet. Durch erfahrene, motivierte
und geschulte Mitarbeiter verfügen wir über umfangreiches Know-How und vielfältige, technologisch hochwertige Produktionsmittel und
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(14) Von der äusseren Form hat die erste Alpina grosse Ähnlichkeiten mit der Triumph Norm / Perfekt / Durabel. Dies kann aber Zufall sein, da das Design einem der damaligen Zeit entsprechenden Mainstream entspricht. Ich gehe dieser Spur jedoch nach, v.a. in Bezug auf Berthold Baumann, der Konstrukteur bei Triumph war, und auch auf einem gemeinsamen Patent mit Otto R. Bovensiep aufscheint, somit eine Verbindung zwischen Triumph und Alpina zumindest denkbar ist.

(15) Im Herbst 1958 hatte ein Team um den Mechanikermeister Oskar Mildner mit dem Bau eines Prototypen der Rechenmaschine begonnen. Der Serienproduktion ist aber kein Erfolg beschieden. Mildner verlässt Alpina 1963. Als Olympia 1969 das Alpina-Werk übernimmt, nimmt Mildner in Eigenregie die brachliegende Produktion wieder auf und stellt bis 1971 nochmals "Alpina" Rechenmaschinen her. S. den ausgezeichneten Artikel in (10).

(16) Info Th. Fürtig, mit Dank.

(17) Info R. Polt auf http://site.xavier.edu/polt/typewriters/tw-collection.html

(18) Bekannte Seriennummern für die Alpina Angelika: 5Y77684 (Th. Fürtig Sammlung).

(19) Bekannte Seriennummer für die Alpina Baby: 373227 (Sammlung R. Polt).

(20) Bekannte Seriennummern für den Safety-Typer: 201815, mit Breitwagen, (Sammlung N. Schwarz), 221195 mit normalbreitem Wagen (Sammlung Th. Fürtig).

(21) Abbildung in 6, @38.

(22) Revolution der Tasten, in: Der Spiegel 5/1956, 1. Februar 1956, 45f. On-line einsehbar auf http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-31587339.html (abgerufen 1.2.2013).

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